Hernienchirurgie / Leistenbrüche

Bauchwandbrüche / Hernienchirurgie

Bei einer Hernie (auch Bauchwandbruch genannt) handelt sich um eine Schwachstelle in der Bauchwand, durch die sich Eingeweide drücken. Ein Bauchwandbruch, insbesondere im Bereich des Nabels und der Leiste, kann einerseits angeboren sein oder durch eine geschwächte Bauchwandmuskulatur, eine Bindegewebs-
schwäche, vorangegangene Bauchoperationen oder durch einen erhöhten Druck im Inneren des Bauches hervorgerufen werden. Faktoren wie das Heben und Tragen schwerer Gegenstände, chronisches Husten und Niesen, Übergewicht sowie andere Tätigkeiten, bei denen ein zusätzlicher Druck auf die Bauchwand entsteht, können die Entstehung eines Bruches zudem ungünstig beeinflussen. Bauchwandbrüche lassen sich als Vorwölbung in der Leiste oder am Nabel sehen oder ertasten.

Die drei häufigsten Arten von Bauchwandbrüchen sind:

 

Leistenbruch

Der Leistenbruch ist die häufigste Art des Bauchwandbruches und macht sich durch Missempfindungen und Schwellungen in der Leistengegend bemerkbar. In der Leistengegend ist die Bauchwand besonders empfindlich. Durchschnittlich 230.000 Leistenbrüche werden daher pro Jahr in Deutschland behandelt und auch in der chirurgischen Praxisklinik Nabburg gehört der Leistenbruch zu den häufiger durchgeführten OPs. Leistenbrüche treten in jedem Lebensalter auf, aber öfter bei Männer als bei Frauen. Eine Leistenbruchoperation ist die häufigste allgemeinchirurgische Operation, die bei Männern erfolgt.

 

Nabelbruch

Ein Nabelbruch (auch Umbilikalhernie genannt) tritt im Bereich des Bauchnabels auf. Ein Nabelbruch kann angeboren sein, sich im Lauf des Lebens entwickeln oder nach einer Schwangerschaft entstehen.

 

Narbenbruch

Narben in der Bauchwand sind Schwachstellen, an denen auch viele Jahre nach einer Operation ein Bruch auftreten kann. Demzufolge können Menschen jeden Alters und Geschlechts, die eine Operationsnarbe in der Bauchwand haben, von Nabelbrüchen betroffen sein.

Behandlungsmethoden von Bauchwandbrüchen in der chirurgischen Praxisklinik Nabburg

Ein unbehandelter Bauchwandbruch heilt nicht von selbst und bleibt immer vorhanden. Er kann sich langsam vergrößern und zu erheblichen Beschwerden führen. Diese Beschwerden können sogar lebensbedrohlich werden, wenn sich zum Beispiel ein Darmabschnitt in der Bruchpforte einklemmt und somit von der Blutversorgung abgeschnitten wird. Ein Bauchwandbruch sollte daher unbedingt operiert werden, Bruchbänder und Stützkorsette allein können einen Bruch nicht heilen!

Bei einer Hernienoperation wird die Bauchwandlücke wieder verschlossen. Dabei gibt es verschiedene Methoden, dich sich durch ihren operativen Zugangsweg unterscheiden:

  1. das klassisches offene Verfahren, bei dem die Schwachstelle durch einen direkten, offenen Nahtverschluss oder durch feine Netze aus gewebten Kunststoff von außen verschlossen wird, und
  2. die endoskopische Methode (Schlüssellochchirurgie), bei der der Bruch durch die Bauchdecke operiert wird.

Die in der chirurgischen Praxisklinik Nabburg von Dr. Deckert durchgeführte Methode ist das klassische offene Verfahren (I) bei der die Nahttechnik nach Lichtenstein oder das PerFix Plug, ein spannungsfreies, flexibles Kunststoffnetz, zur Anwendung kommen.

Die Beschwerden nach einer ambulant durchgeführten Hernienoperation sind gering. In der Regel können die Patienten bereits nach 2-3 Wochen nach der Operation wieder körperliche Arbeit leisten oder Sport treiben.

Sprechzeiten:

Bitte beachten Sie, dass wir ab dem 1.1.2018 nur noch Privatpatienten und Selbstzahler behandeln können.
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Bei Fragen erreichen Sie uns ab dem 26.2.2018 unter 09433/202652.
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